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Kinder essen sich gesund

Kinder würden es besser machen…wenn sie dürften:

Die Kinderärztin Clara Davis brachte schon in den 30er Jahren eine bemerkenswerte Studie heraus, die noch heute viel zitiert wird, da sie in Bezug auf das Thema gesunde Ernährung sehr aussagekräftig ist. Was schon einmal verraten werden kann: Kinder wissen ziemlich gut, welche Nahrung und wie viel davon für sie am besten ist. Die 15 Waisenkinder wurden im Rahmen der Studie über 6 Jahre begleitet, in dieser Zeit konnten sie das essen, was sie sich selbst ausgewählt hatten. Zu Beginn der Studie waren die Kinder zwischen 6 und 11 Monaten alt, sie hatten noch keinen Kontakt zu Nahrung im üblichen Sinne. 13 Kinder wurden zwischen 1 bis 4,5 Jahren untersucht, die anderen beiden Kinder mindestens 6 Monate lang. Es wurde den Kindern ein reichhaltiges Nahrungsangebot von 34 Nahrungsmitteln zur Verfügung gestellt, natürlich nicht alle 34 auf einmal. Diese wurden aufgeteilt auf die 3 bis 4 Mahlzeiten am Tag entsprechend des Alters der Kinder.

Die Mischung macht’s

Die Speisen bzw. Getränke wurden in separaten Schüsseln unverarbeitet angeboten, u.a. waren das Lammfleisch, Rindfleisch, Knochenmark, Gelatine, Hühnerfleisch, Kalbsbries, Hirn, Leber, Nieren, Schellfisch, Haferflocken, Salat, Kartoffeln, Salat, Spinat, Kohl, Blumenkohl, Erbsen, Karotten, Rote Beete, Tomaten, Pfirsiche, Ananas, Bananen, Apfel, Orangensaft, Sauermilch, Milch, Wasser. Zucker, Salz und Würzmittel wurde nicht verwendet, die Speisen wurden klein geschnitten oder püriert. Das meiste wurde gegart, einige Speisen wie Apfel, Kohl, Weizen, Hafer, Erbsen, Karotten, Eier, Knochenmark und Rindfleisch wurden auch ungekocht angeboten. Es gab kein Brot, keine Saucen und Suppen und keine Milchprodukte (bis auf die Milch). Entweder konnten sich die Kinder selbst bedienen, oder sie zeigten mit ihrem Finger auf die gewünschte Schüssel. Dann wurden sie von der Betreuungsperson mit dem Löffel gefüttert. Natürlich durfte die Betreuungsperson die Entscheidung des Kindes nicht beeinflussen. Vor und nach dem Essen wurden die Schüsseln abgewogen, so konnte genau bemessen werden, wie viel das Kind gegessen hatte.

Kind (piqs.de ID: b03a29ad180374dbb44967ac1f20a921)

Kind (piqs.de ID: b03a29ad180374dbb44967ac1f20a921)

 

Optimal versorgt

Allgemein ließ sich beobachten, dass die Kinder genug Nahrung zu sich nahmen und mit gutem Appetit aßen. Einem Jungen mit Rachitis wurde zusätzlich Lebertran angeboten, und tatsächlich nahm er es in unregelmäßigen Abständen an, wenn auch nicht immer viel davon. Irgendwann zeigten seine Blutwerte und Röntgenaufnahmen keine Auffälligkeiten mehr, auch das Lebertran wollte er dann nicht mehr zu sich nehmen. Es gab noch weitere Kinder mit Rachitis, diese aßen ihre normale Kost ohne Lebertran und hatten nach einer vergleichbaren Zeit auch verbesserte Werte.

Die 15 Kinder wurden regelmäßig untersucht (Urin, Blut, Röntgen). Dabei zeigte sich, dass sich alle gut ernährten, obwohl sie ganz unterschiedliche Vorlieben hatten. Reichlich wurden Eier, Leber und Nieren gegessen, Milch und Getreideflocken eher wenig. Bemerkenswert war die große Menge an frischem Obst, das die Kinder vertilgten.

Von den 34 Lebensmitteln wurden alle probiert, außer der Salat, welcher nur von 2 Kindern und dem Spinat, welcher nur von einem Kind getestet wurde. Kombiniert wurde auch ziemlich abenteuerlustig, z.B. Orangensaft mit Leber zum Frühstück oder Milch, Bananen und Eier zum Abendessen.

Die Kinder nahmen ganz instinktiv genug Kalorien zu sich, es gab keine dicken oder besonders dünnen Kindern. Die Verteilung von Kalorien aus Proteinen, Fett und Kohlenhydraten lag in einem empfohlenen Verhältnis. Bei Krankheiten passten die Kinder ihre Ernährung automatisch an, so wurden in dieser Zeit besonders viele Karotten, Rüben und Rindfleisch gegessen. Dieses Verhalten zeigte sich auch bei dem anfangs an Rachitis erkrankten Jungen.

Steffi Pelz / pixelio.de

Steffi Pelz / pixelio.de

Fazit

Was kann man nun aus der Studie schließen? Gibt es einen Mechanismus im Menschen, der die Ernährung so steuert, dass wir uns automatisch gesund ernähren?

Zunächst haben Kinder ganz individuelle Vorlieben, die sich aber auch verändern. So ist es z.B. möglich, dass Kinder eine Zeit lang verrückt nach Kohlenhydraten sind. Doch sobald man beginnt sich Sorgen zu machen, zeigt das Kind dann plötzlich eine enorme Lust auf grünes Gemüse, womit die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen wieder ausgeglichen wird. Dabei spielt sicher auch eine Rolle, dass den Kindern Nahrungsmittel zum wiederholten Male angeboten werden. So kann es dann passieren, dass der Blumenkohl vielleicht erst beim zehnten Mal für gut befunden wird. Auch in der Studie haben die Kinder ganz unterschiedliche Geschmäcker entwickelt. Grundvoraussetzung hierfür war aber ein gutes, vielfältiges Angebot an natürlichen, unverarbeiteten Speisen und Getränken. So eine Auswahl ermöglicht es, dass der Mensch einen natürlichen Appetit auf gesunde Nahrung entwickelt.

Ausblick

Das Ergebnis dieser Studie macht deutlich, dass die Weichen für eine gesunde Lebensweise ist der Kindheit gestellt werden. Eine Möglichkeit, das Gesundheitsbewußtsein unserer Kinder zu verbessern, ist sie von klein auf optimal mit wichtigen sekundären Pflanzenstoffen zu versorgen. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

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